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blog:2011:vehtoh_blog_rec2_90 [2016/11/02 17:50] (aktuell)
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 + ​~~DISCUSSION~~  ​
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 + ​~~NOTOC~~
 + <​html><​postdate></​html>​27.12.2011 20:​32:​57<​html></​postdate></​html>​
 + ​====== Wut und so ======
 + <​html><​img src="​http://​files.vehtoh.de/​2011/​20111226_krieg.jpg"​ alt="​wut"​ />  ​
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 + Ich kann mich ja hin und wieder fortrefflich aufregen. &​Uuml;​ber dies und das im Allgemeinen und &​uuml;​ber Disfunktionalit&​auml;​t im Besonderen. Steigern l&​auml;​sst sich das nur noch durch das spontane Eintreten von Disfunktionlit&​auml;​t von gewohnt Funktionierenem gekoppelt mit akuter Zeitnot. Oder anders: ES GING NICHTS. VERF*'#&​%&​sect;​ "TE SCHEISSE!!!!!  ​
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 + So geschenen am letzen Freitag, dem Tag vor Heilig Abend. Ohnehin alles kurz vor knapp, Gedr&​auml;​nge,​ Unfertiges, tempor&​auml;​re Kompromisse und bereits Verschobenes aufs n&​auml;​chste Jahr im Ged&​auml;​chtnis. Nat&​uuml;​rlich ist das immer nur ein subjektiver,​ verf&​auml;​lschter Eindruck, dass Dinge, von denen man gewohnt ist, dass sie funktionieren und Abl&​auml;​ufe die man bereits mehrere hundert mal so vollzogen hat und die auch zu dem gew&​uuml;​nschten Ergebnis f&​uuml;​hrten,​ pl&​ouml;​tzlich und unerwartet und besonders h&​auml;​ufig in brenzligen und zeitdr&​uuml;​ckenden Momenten ihren Dienst versagen. Da st&​uuml;​rtz ein Programm ab, da klappt eine Verbindung nicht oder das Format der URLs haut irgendwie nicht hin. All sowas. ​  
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 + So war es letzten Freitag. Drei Tage zuvor noch mit dem bis dahin f&​uuml;​r gut befundenen Plug-In Scribefire gebloggt (Musste zwar immer unter Firefox laufen, weil es unter Chrome die Eintr&​auml;​ge anders formatiert - aber gut, ein bis dato funktionierender Workarround.) und dann geht&​acute;​s nicht. Irgendeine krude "​Error:​ XML://FILES ...la-la-la"​-Schei&​szlig;​e im Fenster, anstatt des gewonten Textfelde und der &​uuml;​brigen Bediehnelemente. Waaaaaas!? H&​auml;​tte Dagobert Duck wohl gerufen. Ich hab&​acute;​s am zweiten Rechner und dann nach und nach mit f&​uuml;​nf verschiedenen Browsern (darun sogar 3 Chromevarianten) versucht, aber es blieb erfolglos. Nicht Auswirkungsfrei.  ​
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 + "​Aaahhh!"​ - "​Aaaaahhahahah!"​ -  "​Aaahaahaahahahaaaaa!!!!!"​ - "​AAAAAAAAAAAAAAHHHHHHHHHHH!!!!!!!"​ - "Du verschissenes,​ dreckiges Arschgel&​ouml;​te von Software!!!!!"​ - "Du Ausgeburt der H&​ouml;​lle,​ ich werd dich und diese ganze verfickte Technik TOTSCHLAGEN."​ Gekoppelt mit den ein oder anderen heftigen Klatscher der flachen Hand auf den Tisch kann sowas bei unge&​uuml;​bten Beobachter durchaus f&​uuml;​r Irritation sorgen. Auf der anderen Seite h&​auml;​ngt an der spontan versagenden Technik auch ein vollgepacktes Auto nebst wartenden MitfahrendenInnen sowie noch mehrere Stunden Wegstrecke. Dabei soll doch nur noch ein kurzer Verweis auf das Ergebnis der Arbeit der letzten Wochen gepostet werden. Nichts Gro&​szlig;​es,​ nur ein kurzer Text und ein ... aaahh.... Schei&​szlig;​e,​ Schei&​szlig;​e,​ SCHEI&​szlig;​DRECK!!!!  ​
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 + Sowas macht mich w&​uuml;​tend. Wirklich, wirklich, wirklich, sehr w&​uuml;​tend. Ich hatte mal einen Chef in einer kleine Druckerei und Buchbinderei,​ der konnte bei versagender Technik sich selbst und die Welt drum herum vergessen und beides nachh&​auml;​ltig sch&​auml;​digen. Wenn beispielsweise der Leim mit dem die B&​uuml;​chr&​uuml;​cken gebunden werden zu dick aufgetrage wurden und den Rest der Klebebindungsmaschine zuschmierten bis nichts mehr ging oder wenn der zwanzigste Bogen zum Einrichten des Falzautomaten,​ der mehrseitige Flyer handlich zusammenlegte,​ zerrissen in dem Ger&​auml;​t h&​auml;​ngen blieb oder wenn der Sammelhefter,​ der die einzelnen Duckb&​ouml;​gen einer Broschur zusammenschiebt,​ damit daraus bestenfalls ein gescheites Buch wird, dies schief oder papierzerkn&​uuml;​llend tat, dann konnte dieser Chef sich schon mal seine Hand an einer scharfen Kante blutig schlagen, Schraubendreher,​ H&​auml;​mmer oder ganze B&​uuml;​cher durch die Werkstatt schleudern oder Teile von Maschinen mit geradezu &​uuml;​bermenschlichen Kr&​auml;​ften verbeigen und zerdeppern.  ​
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 + Ich glaub ich kann das auch. Am Freitag entging mein ansonsten gesch&​auml;​tztes (und ja auch eigentlich f&​uuml;​r die Softwareverl&​auml;​sslichkeit relativ unzust&​auml;​ndiges) Caf&​eacute;​-Book nur haarscharf dem Tode durch erdolchen. Es ist nach wie vor von gro&​szlig;​en Nutzen, einen bereits start in Mittleidenschaft gezogenen Tisch in der K&​uuml;​che zu haben, der im Bedarfsfall schon mal ein K&​uuml;​chenmesser vertragen kann/​muss. ​  
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 + ​Vielleicht ist das ja letztlich auch nur so ein Angst-Hilflosigkeits-Dings. Egal ob man den Maschinen nun Macht (und damit Bewusstsein und soweiter) zugestehen will oder nicht, sie machen uns hilflos, wenn sie ihren gewohnten und eingeplanten Dienst versagen. Sie zeigen einem, wie abh&​auml;​nging und damit wie verletztlich man ist, in den Dingen, die man so tut und die man f&​uuml;​r wichtig erachtet. Wer k&​ouml;​nnte schon von jetzt auf gleich auf sein Auto, seine Heizung, sein Telefon, Radio, Arbeitsger&​auml;​t verzichten? Wen w&​uuml;​rde der Ausfall eines Fahrstuhls, einer Stra&​szlig;​enbahn,​ eines Flie&​szlig;​bandes oder eines Computer unger&​uuml;​hrt lassen, wenn dieses Dings elementarer Bestandteil der Tagesstruktur ist?   
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 + ​Nat&​uuml;​rlich bedeutet das nicht, dass man darauf mit h&​ouml;​chster,​ unkontrollierter Wut reagieren muss/soll. Aber wenn es schon keinen Todestrieb, keine Destruktionsaggression per se mehr gibt (zumindest scheint das nach letzten Berichten auf DRadio derzeit Stand der Hirnforschung zu sein), dann k&​ouml;​nnen diese Ausf&​auml;​lle,​ diese St&​ouml;​rungen im gewohnten Ablauf doch als Stimmuli f&​uuml;​r solches Verhalten gelten. Bleibt die Frage, wieso die Menschen so unterschiedlich auf diese St&​ouml;​rungen reageren, aber ehrlich gesagt: Solange ich dar&​uuml;​ber nicht mit einer ausfallenden Maschine diskutieren kann, sollte sie sich h&​uuml;​ten es zu weit zu treiben.  ​
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 + Ach ja, ich versuche mein Bloggl&​uuml;​ck jetzt erstmal mit <a href="​http://​bloggar.com/">​w.bloggar</​a>​.</​html>​